Wie sieht deine fotografische Arbeitsweise genau aus?

Ich arbeite hauptsächlich mit analogem 35-mm-Film, dessen Rollen jeweils 36 Aufnahmen besitzen und nachdem sie von mir belichtet wurden, sich als Mischung aus dokumentarischen Momenten und angeleiteten Porträts zeigen.

Dokumentarische Momente spielen vor allem im Wochenbett und in der Familienfotografie eine Rolle. Sie zeigen den Alltag so, wie er wirklich ist. Das bedeutet jedoch nicht, dass ich passiv bleibe. Viele glauben, Natürlichkeit entstehe von selbst, doch die wenigsten fühlen sich sofort vor einer Kamera wohl. Ein wenig Orientierung gibt Halt. Wenn du eine kleine Richtung hast, kannst du dich entspannen und so entstehen authentische Augenblicke. Dabei sind alle Gefühle erlaubt, die schönen genauso wie die schwierigen.

Bei Schwangerschaftsshootings stehen ruhige, angeleitete Porträts im Vordergrund. Auf Wunsch bringe ich dir einen weißen Hintergrund mit, um den Fokus klar auf dich zu richten.

Gestalterische Mittel wie grobes Korn, längere Belichtungszeiten, Doppelbelichtungen oder leichte Unschärfen nutze ich überall dort, wo sie das Gefühl eines Moments verstärken, unabhängig davon, ob es um Schwangerschaft, Wochenbett oder Familienalltag geht.

Welche Filmrolle verwendest du für mein Shooting?

Ich arbeite mit zwei professionellen Filmen, die sich für meine Arbeit besonders bewährt haben: dem Ilford HP5 für Schwarz-weiß und dem Kodak Portra für Farbe. Beide eignen sich sehr gut, um Nähe, Alltag und Atmosphäre ruhig und natürlich festzuhalten. In der Regel wähle ich den Film, der am besten zu deiner Situation, deinem Zuhause und der gewünschten Stimmung passt.

Wenn du dich mit Filmen auskennst oder einen bestimmten Film bevorzugst, kann ich selbstverständlich auch damit fotografieren. Wichtig ist nur, dass der Film zu den Lichtverhältnissen passt. Da ich überwiegend mit natürlichem Licht arbeite, sind manche Filme nur geeignet, wenn die Wohnung hell genug ist. Das klären wir vorab gemeinsam, damit der Look am Ende stimmig wird.

Wann ist der beste Zeitpunkt für ein Schwangerschafts- oder ein Wochenbettshooting?

Für Schwangerschaftsbilder eignet sich die Zeit um die 32. Schwangerschaftswoche besonders gut. Dein Bauch ist dann schön rund und die meisten Frauen fühlen sich in dieser Phase noch wohl und beweglich.

Beim Wochenbettshooting arbeite ich bewusst gerne etwas später. In den ersten Wochen seid ihr oft noch dabei, euch kennenzulernen, anzukommen und Arzttermine wahrzunehmen. Häufig steht in dieser Zeit auch der erste Besuch von Familie oder Freunden an.

Rund vier Wochen nach der Geburt habt ihr euch ein Stück weit gefunden. Körperlich hast du etwas mehr Erholung erreicht und im Alltag mit deinem Baby entsteht langsam mehr Sicherheit. Dein Baby ist zu diesem Zeitpunkt immer noch winzig, aber ihr seid vertrauter miteinander, was das Fotografieren oft angenehmer macht.

All das sind Empfehlungen aus Erfahrung. Wenn du dir einen anderen Zeitpunkt wünschst oder etwas anderes für eure Situation besser passt, richte ich mich selbstverständlich nach dir.

Kann mein Partner oder meine Partnerin auch mit auf die Fotos?

Ja, selbstverständlich. Auch wenn mein Fokus bewusst auf dir als Mutter liegt, gehört eure Verbindung als Familie dazu. Dein Partner oder deine Partnerin kann jederzeit dazukommen, egal, ob für einzelne Motive, für einen kurzen Moment oder für einen größeren Teil des Shootings. Du bestimmst, wie viel Raum diese Person einnimmt und was sich für dich stimmig anfühlt.

Wie viele Personen können beim Shooting dabei sein?

Du entscheidest, wer dabei sein soll, aber erfahrungsgemäß wird das Shooting ruhiger und intimer, je kleiner der Rahmen ist. Die analoge Fotografie hat ihre Grenzen: Ich arbeite zuverlässig mit bis zu vier Personen. Bei größeren Gruppen wird es schwieriger, Momente präzise einzufangen, weil ich nicht kontrollieren kann, ob zum Beispiel alle gleichzeitig die Augen geöffnet haben.

Muss ich für das Shooting etwas vorbereiten?

Wenn ich bei dir ankomme, beginnen wir ganz unkompliziert mit einem kurzen Kennenlernen. Dieser Einstieg gehört für mich selbstverständlich zu meinem Besuch dazu und ist nicht Teil der eigentlichen Shootingzeit. Wenn Kinder da sind, gehe ich direkt auf sie zu, damit sie mich schnell einordnen können und Vertrauen entsteht. Vorbereiten musst du nichts. Dein Zuhause darf so sein, wie es ist. Stell dir vor, eine gute Freundin kommt zu dir nach Hause. Zieh an, worin du dich wohlfühlst. Bei Bedarf berate ich aber auch gerne vor Ort. Für Schwangerschaftsbilder eignet sich z. B. eine Jeans, die nicht mehr zugeht und ein Oberteil, das sich leicht anheben lässt. Im Wochenbett trägst du einfach das, was du ohnehin anhast.

Hältst du auch intime oder körpernahe Momente fest, wenn ich das möchte?

Ja, sehr gerne. Viele Mütter wünschen sich Bilder, die genau diese Nähe zeigen. Stillen, Bonding, Hautkontakt oder die kleinen Gesten zwischen dir und deinem Baby fotografiere ich sehr gerne.

Ich begleite solche Momente ruhig und achtsam und allein du bestimmst, was du zeigen möchtest und wie weit wir gehen.

Was passiert, wenn mein Baby während des Shootings unruhig ist?

Das ist vollkommen normal. Unruhe ist kein Problem und oft entstehen gerade in diesen Momenten die ehrlichsten und berührendsten Bilder. Ich passe das Tempo selbstverständlich an und schaue dabei nicht streng auf die Uhr. Es ist wichtiger ist, dass du und dein Baby euch wohlfühlt.

Was passiert, wenn ich krank werde oder du?

Wenn du oder dein Baby krank seid oder du dich körperlich einfach nicht wohlfühlst, kannst du dich einfach kurz telefonisch bei mir melden. Wir finden dann zeitnah einen neuen Termin ohne Druck und ohne Stress.

Sollte ich krank sein oder Krankheitsanzeichen haben, verschiebe ich den Termin ebenfalls. Ich bin in diesem Punkt sehr achtsam und würde mit Symptomen keinen Besuch bei einer Familie mit Kindern machen, um jede Ansteckung zu vermeiden.

Wie viele Fotos erhalte ich nach dem Shooting?

Ich arbeite mit klassischem 35-mm-Film. Jede Filmrolle umfasst 36 Belichtungen. Durch den analogen Prozess gelingen erfahrungsgemäß mindestens 20 hochwertige Bilder pro Rolle, oft auch mehr. Leichte Schwankungen sind normal, weil jede Aufnahme manuell gesetzt wird und die Entwicklung handwerklich erfolgt. Du erhältst alle gelungenen Motive als hochwertige, matte Prints im Format 10×15 cm mit weißem Rand und zusätzlich digital auf einem USB-Stick.

Wie lange dauert es, bis ich die Fotos bekomme?

Weil jeder Schritt der analogen Verarbeitung sorgfältig und manuell erfolgt, benötigt der Weg zum fertigen Bild etwas mehr Zeit. Nach dem Shooting werden die Filme im Fotolabor entwickelt und anschließend gescannt. Danach wähle ich die Motive aus und lasse sie als hochwertige 10×15-cm-Prints mit weißem Rand herstellen. In der Regel kannst du mit einer Fertigstellung innerhalb von etwa 3–4 Wochen nach dem Shooting rechnen.

Wie läuft die Bezahlung ab?

Die Bezahlung erfolgt nach Erhalt deiner Bilder. Du bekommst dann eine Rechnung, die du per Überweisung begleichen kannst.

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